Rückblick 2014

1. KITS-Konferenz - Vereint und strategisch zu mehr IT-Sicherheit in Deutschland

Am 30. Juni 2014 fand in Berlin die erste KITS-Konferenz des DIN unter dem Thema „Vereint und strategisch zu mehr IT-Sicherheit in Deutschland“ mit den Partnern HiSolutions, IBM und SIEMENS sowie den Unterstützern TeleTrust und der Gesellschaft für Informatik statt. Es diskutierten 150 hochrangige Experten Deutschlands Strategie für mehr IT-Sicherheit. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren sich einig – Standards und Normen sind für den Strategiemix elementar.

KITS-Konferenz 2014 - Fotos

KITS-Konferenz 2014

Die Experten auf dem Podium, wie Jens Koeppen, der Vorsitzende des Bundestagsausschusses „Digitale Agenda“, Andreas Könen, Vizepräsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Infromationstechnik (BSI) oder Prof. Dr. Dieter Wegener, Head of Advanced Technologies and Standards, Industry Sector der Siemens AG erwartete am Montag dem 30.06.2014 eine nicht minder interessante Teilnehmerschaft mit der von Beginn der Veranstaltung bis in die Abendstunden beim Get-Together intensiv diskutiert wurde. Es herrschte Konsens darüber, dass IT-Sicherheit zu einem zentralen erfolgskritischen Faktor für wesentliche Teile der bestehenden Wirtschaft und insbesondere für deren Zukunftsprojekte wie der Industrie 4.0 geworden ist. Vertreter der Wirtschaft forderten diesbezüglich eine Zusammenarbeit der großen Spitzenverbände Bitkom, VDMA und ZVEI und unterstrichen die Wichtigkeit jetziger politischer Entscheidungen. Über alle Vertreter (Politik, Wirtschaft und Wissenschaft) hinweg wurde dabei die Bedeutung der Instrumente Standardisierung und Normung herausgestellt. Ihnen soll und muss im Strategiemix stärkere Berücksichtigung zukommen.

In 8 Vorträgen und 3 Diskussionspodien diskutierten die Teilnehmer das Thema „IT-Sicherheit und Standardisierung“. Gerade im Hinblick auf die Um- und Neugestaltung ganzer Produktions- und Wertschöpfungsketten gilt der Ansatz „Security by Design“ sozusagen als Paradigma. Das Thema IT-Sicherheit darf also nicht mehr „nur“ aus der reaktiven Perspektive angegangen werden, sondern muss integraler Bestandteil neu entwickelter Produkte, Systeme und Prozesse sein.

Da IT-Sicherheit in vielen Fällen zunächst einmal nur Kosten verursacht, scheuen viele die Investition, und auch die bisher bestehenden Standards finden zu selten Anwendung. Eine zentrale Frage war daher in den Diskussionen der KITS-Konferenz, was bewegt Unternehmen dazu, IT-Sicherheit in ihren Unternehmen sowie ihren Produkten als elementaren Bestandteil stärker zu integrieren? Neben den konkreten Schadensfällen im Unternehmen, halten die Diskutanten fest, sind dies: ein gesteigertes Bewusstsein für die wachsende Gefahr und die zunehmend bedeutenderen Konsequenzen, konkrete Vorgaben/Verpflichtungen durch den Gesetzgeber oder der Druck durch Standards, die sich am Markt etablieren und die die Kunden mehr und mehr einfordern.

Die Diskussionen am Nachmittag zur IT-Sicherheit im Rahmen von Industrie 4.0 und Automotive zeigten zudem, dass das immer stärkere Ineinandergreifen bzw. Vernetzen bisher getrennter Systeme und Themen durch Informations- und Kommunikationstechnologien ganz neue Herausforderungen hinsichtlich der Herangehensweise an das Thema IT-Sicherheit aufwerfen. Im industriellen Sektor entwickelt sich beispielsweise durch das Vernetzen von „office floor“ (Büro-IT) und „shop floor“ (Produktions-IT) die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit verschiedener Branchen. Beim Automobil dagegen wird das Thema „IT-security“ direkt auch zu einem „safety“-Problem. Und obwohl die Autohersteller sich an dieser Stelle nicht im Wettbewerb sehen und der Problematik angenommen haben, so Dr.-Ing. Marko Wolf, führt dies dazu, dass sogar Vertreter der Wirtschaft hier nach Regelungen durch den Gesetzgeber rufen.

Das gemeinsame Vorgehen über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg, ein diesbezügliches Lernen und Adaptieren voneinander und dies auch bezogen auf Standards und deren Verbesserung, lässt sich somit als Fazit der Veranstaltung ziehen. Der Initiator und Namensgeber der Konferenz, die 2011 gegründete Koordinierungsstelle IT-Sicherheit (KITS) des DIN e.V. erfreute sich daher auch der Nachfrage, wie sich dort zu engagieren sei. Denn als Untergremium des DIN e.V. Präsidialausschusses FOCUS.ICT wurde sie gegründet, um bei Aktivitäten hinsichtlich branchenspezifischer IT-Sicherheitsstandards Akteure zu beraten, deren Austausch zu koordinieren und im Interesse der deutschen Industrie, Behörden und Wissenschaft auf europäischer und internationaler Ebene Einfluss zu nehmen.

Herzlichen Dank an alle Gäste, Podiumsteilnehmer und an unsere Partner und Unterstützer der KITS-Konferenz 2014!

 

Mitarbeit und Engagement bei der KITS

Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit und Engagement bei der KITS. Denn nur mit Ihrer Unterstützung kann diese wichtige Arbeit konsequent vorangetrieben werden. Nehmen Sie hierzu gerne Kontakt zu Herrn Volker Jacumeit, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle IT Sicherheit (KITS) des DIN auf:

DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Koordinierungsstelle IT-Sicherheit (KITS)
Volker Jacumeit
Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Tel.:  +49 30 2601-2186
Fax:  +49 30 2601-1231
E-Mail: kits@din.de
Web: http://www.kits.focusict.de

 

KITS-Konferenz 2015

Aufgrund des diesjährigen Erfolges, werden wir die KITS-Konferenz im Jahresrythmus stattfinden lassen. Der nächste Termin steht bereits fest und ist am: Donnerstag, dem 2. Juli 2015. Die Konferenz wird wieder mit Partnern und Unterstützern umgesetzt und Ihr Interesse als Partner aufzutreten ist gerne gesehen. Nehmen Sie hierfür gerne Kontakt zu Johannes Benjamin Helfritz, Inhaber, HSCPA auf:

HSCPA – Helfritz, Strategies, Concepts & Public Affairs
Johannes Benjamin Helfritz
Kreuzbergstrasse 74
10965 Berlin
Tel: +49 (30) 46 7771 64
Fax: +49 (322) 268 916 58
KITS-Konferenz@hscpa.de
www.hscpa.de